Australian Open 2010

Haas unterliegt Tsonga und dem Knie

Eurosport - Sa 23.Jan. 12:09:00 2010
Als letzter Deutscher hat sich Tommy Haas nach einer Niederlage gegen Jo-Wilfried Tsonga von den Australian Open in Melbourne verabschiedet. Der 31-Jährige kämpfte mit Knieproblemen und unterlag dem sieben Jahre und zwei Wochen jüngeren Franzosen nach 2:28 Stunden mit 4:6, 6:3, 1:6 und 5:7.

Für Haas, der bei den Australian Open bereits dreimal im Halbfinale stand, begann die Talfahrt in der von Beginn an sehr engen Partie ausgerechnet nach seinem 6:3-Sieg im zweiten Satz. Der gebürtige Hamburger ließ sich beim Seitenwechsel an seinem Rücken behandeln und stand danach völlig neben sich.

Doch der Rücken war, so Haas, nicht das wahre Problem: "Ich konnte mein Gewicht nicht auf mein rechtes Knie legen, durch die Schonhaltung zog es dann in den Rücken. Ich habe versucht, den Schmerz auszublocken und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, aber es war schwierig."

Frühes Break in Satz drei

Nachdem es in den ersten beiden Sätzen lange gedauert hatte, bis sich einer der beiden einen Breakball erspielen konnte, - im ersten Durchgang kam Tsonga erst beim Stand von 4:4 zur ersten Breakchance des Matches - stand Haas in Satz Nummer drei bereits früh mit dem Rücken zur Wand. Einzig sein erstes Aufschlagspiel des Satzes konnte der Deutsche für sich entscheiden, danach breakte Tsonga zweimal in Folge.

Haas legte die Unsicherheit zwar im vierten Satz wieder ab und ging mit 4:1 in Führung, doch die Aussicht auf den fünften Satz sorgte scheinbar für einen erneuten Knick im Match des ehemaligen Weltranglistenzweiten.

Zu früh sicher gefühlt?

Er wurde nachlässig, ließ Tsonga nochmal zurückkommen und als der 24-Jährige mit dem eigenen Aufschlag den 5:5-Ausgleich erzielte, war die Gegenwehr von Haas gebrochen. Die abschließenden zehn Punkte des Matches gingen allesamt an den Weltranglistenzehnten aus Le Mans - zu null gelang das Break zum 6:5 und per Service-Winner nutzte Tsonga den ersten Matchball.

Von Nachlässigkeit wollte Haas nach der Partie jedoch nicht sprechen. "Ich hatte noch so viel Adrenalin in mir, in einem fünften Satz hätte alles passieren können. Umso enttäuschter bin ich jetzt", erklärte der Weltranglisten-17. nach der Partie. "Ich fliege nach Hause und suche einen Spezialisten auf, damit ich weiß, was das ist und wie lange ich ausfalle."

Tsonga trifft in der Runde der besten 16 auf Spaniens Nicolas Almagro, der sich gegen Alejandro Falla aus Kolumbien glatt in drei Sätzen mit 6:4, 6:3, 6:4 durchgesetzt hatte.

Williams-Schwestern im Achtelfinale

Eurosport - Sa 23.Jan. 08:35:00 2010
Serena und Venus Williams haben ohne Probleme das Achtelfinale bei den Australian Open erreicht. Die Schwestern setzten sich in der dritten Runde jeweils ohne Satzverlust durch. Titelverteidigerin Serena Williams machte mit ihrer spanischen Gegnerin Carla Suarez Navarro beim 6:0, 6:3 kurzen Prozess.

Ihre Schwester Venus Williams machte es nur im zweiten Satz gegen die Australierin Casey Dellacqua spannend. Doch nach einigem Hin und Her holte sie sich dann doch den 6:1, 7:6 (7:4)-Erfolg und hatte lobende Worte für die 24-jährige Weltranglisten-980. aus Perth übrig: "Sie kann sehr zufrieden sein, hat das wirklcih toll gemacht", sagte die ältere Hälfte der US-Schwestern, die nun die Italienerin Francesca Schiavone erwartet.

Schiavone warf die an Nummer zehn gesetzte Agnieszka Radwanska aus Polen überraschend locker mit 6:2, 6:2 aus dem Turnier. Die Titelverteidigerin Serena Williams trifft als nächstes auf die Australierin Samantha Stosur, die Alberta Brianti 6:4, 6:1 schlug. Die Italienerin hatte zuvor die Hoffnungen der Berlinerin Sabine Lisicki zerstört.

Wozniacki ohne Probleme

In den weiteren Samstags-Partien der Damen-Konkurrenz setzte sich Victoria Azarenka glatt mit 6:0, 6:2 gegen Tathiana Garbin aus Italien durch. Wera Zwonarewa siegte mit 6:1, 7:5 gegen Ana-Ivanovic-Bezwingerin Gisela Dulko aus Argentinien und die Chinesin Na Li zog durch ein 7:5, 3:6, 6:2 gegen Daniela Hantuchova ins Achtelfinale ein.

Trotz Fehlstarts, sie lag zu Beginn des ersten Satzes sofort mit 0:2 hinten, hatte Caroline Wozniacki gegen Israels Shahar Peer wenig Probleme. Die Dänin nutzte nach 80 Minuten ihren dritten Matchball mit einem durchgezogenen Vorhand-Volley und gewann ihr Drittrunden-Match 6:4, 6:0.