Australian Open 2010

Debakel für deutsche Damen

Eurosport - Do 21.Jan. 07:34:00 2010
Ein Tag zum Vergessen für die deutschen Damen bei den Australian Open. Alle vier angetretenen DTB-Asse mussten die Segel streichen. Am überraschendsten kam die Niederlage für Sabine Lisicki. Die Nummer 21 der Setzliste unterlag gegen die Italienerin Alberta Brianti mit 6:2, 4:6 und 4:6.

Nach starkem Beginn ließ die 20-Jährige immer mehr nach und musste sich schließlich im ersten Vergleich mit der Weltranglisten-73. geschlagen geben. Wie im Vorjahr verpasste die Wimbledon-Viertelfinalistin den Einzug in die dritte Runde, die sie bei ihrer Premiere 2008 erreicht hatte.

Ebenfalls zu Ende ist das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres für Andrea Petkovic. Die Darmstädterin verlor ihre Zweitrunden-Partie gegen die kleine Spanierin Carla Suarez Navarro mit 1:6, 4:6. "Vor allem finde ich es schade, dass ich den zweiten Satz nicht gewonnen habe, obwohl ich schon 3:1 geführt habe. Aber sie hat wirklich unglaublich gut gespielt", sagte Petkovic nach ihrer unglücklichen Vorstellung. Trotz der Niederlage darf sich die Weltranglisten-49. Hoffnungen machen, in Vertretung der pausierenden Lisicki die deutsche Fed-Cup-Mannschaft ins Weltgruppen-Viertelfinale führen zu dürfen. Gespielt wird am 6. und 7. Februar in Brünn gegen Tschechien.

Gegen die US-Open-Finalistin Caroline Wozniacki aus Dänemark stand Julia Görges auf verlorenem Posten. Die 21-Jährige musste sich der Nummer vier der Setzliste mit 3:6 und 1:6 geschlagen geben.

Erwartungsgemäß kam auch das Aus für Kristina Barrois gegen die Australierin Samantha Stosur. Nach dem 5:7 und 3:6 gegen die an Position 13 gesetzte Lokalmatadorin konnte die Nummer 81 der Welt den Center Court der Rod-Laver-Arena erhobenen Hauptes verlassen.

Damit ist nur noch eine deutsche Dame vertreten. Bereits gestern schaffte Angelique Kerber den Sprung in die dritte Runde von Melbourne. Sie setzte sich bereits am Vortag mit 6:2, 6:3 überraschend deutlich gegen die an Nummer 26 gesetzte Aravane Rezai aus Frankreich durch und trifft nun auf Svetlana Kuznetsova aus Russland.

Schüttler scheitert in Melbourne

Eurosport - Mi 20.Jan. 08:47:00 2010
Rainer Schüttler ist bei den Australian Open in der zweiten Runde ausgeschieden. Der 33-Jährige unterlag in Melbourne dem Spanier Fernando Lopez mit 3:6, 6:2, 3:6, 2:6. Im achten Vergleich mit Lopez kassierte der "Shaker" bereits die siebte Niederlage. Eine Runde weiter ist dagegen Angelique Kerber.

Die Kielerin hat zum ersten Mal die zweite Runde der Australian Open überstanden.

Kerber setzte sich mit 6:2, 6:3 überraschend deutlich gegen die an Nummer 26 gesetzte Aravane Rezai aus Frankreich durch.

Görges übersteht erste Runde

In der dritten Runde des mit 14,9 Millionen Dollar dotierten Grand-Slam-Tennisturniers in Melbourne trifft die Weltranglisten-118. nun auf die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Swetlana Kusnezowa aus Russland, die bei den Australian Open an Nummer drei gesetzt ist.

Ebenfalls weiter ist Julia Görges. Die 21-Jährige aus Bad setzte sich in ihrem Erstrundenmatch mit 6:0, 3:6, 6:3 gegen die zwei Jahre jüngere Österreicherin Tamira Paszek durch. Die nächste Aufgabe gegen Caroline Wozniacki wird allerdings weitaus schwieriger werden für die Weltranglisten-76.

Die US-Open-Finalistin aus Dänemark ist an Nummer vier gesetzt und in guter Form. Neben Görges haben aus dem achtköpfigen deutschen Damen-Aufgebot noch Sabine Lisicki, Andrea Petkovic, Angelique Kerber und Kristina Barrois die erste Runde überstanden.

Lisicki und Petkovic siegreich

Eurosport - Di 19.Jan. 14:35:00 2010
Vier von sieben deutschen Damen haben am zweiten Turniertag der Australian Open ihr Erstrunden-Match gewonnen. Der an 21 gesetzten Sabine Lisicki gelang gegen Kroatiens Petra Martic dabei nach 1:08 Stunden mit 6:1 und 6:4 der deutlichste Erfolg. Aber auch die anderen drei blieben ohne Satzverlust.

Lisicki, die für den ersten Satz lediglich 22 Minuten benötigte, profitierte bei ihrer Pflichtaufgabe in der Night-Session gegen die Nummer 82 der Welt von ihrem schnellen ersten Aufschlag und servierte vier Asse.

Eine knappe halbe Stunde länger stand Deutschlands Nummer zwei auf dem Platz. Andrea Petkovic, die vor zwei Jahren beim Erstrundenspiel in Melbourne den größten Rückschlag ihrer Karriere hinnehmen musste und durch einen Kreuzbandriss zu einer langen Pause gezwungen wurde, setzte sich gegen die Qualifikantin Renata Voracova aus Tschechien mit 6:2, 6:4 durch.

Durchhänger in Satz zwei

Vor allem im ersten Satz, den sie ohne jeden unforced error hinter sich brachte, wusste die Darmstädterin zu überzeugen. In Durchgang zwei verlor die 22-Jährige kurzzeitig die Konzentration und so drohte das Spiel nach einem Break von Voracova beim Stand von 3:4 zu kippen. Doch das verlorene Aufschlagspiel weckte Petkovic auf und so schlug die Nummer 49 der Welt sofort mit dem Re-Break zurück.

Während Lisicki als nächstes auf die Italienerin Alberta Brianti trifft, muss Petkovic gegen Carla Suarez Navarro ran. Die Spanierin steht als Nummer 32 auf der Setzliste und stellt somit eine deutlich schwerere Aufgabe dar, als die Weltranglisten-73. Brianti.

Grönefeld enttäuscht

Eine bittere Enttäuschung musste dagegen Anna-Lena Grönefeld hinnehmen. Die 24-Jährige aus Nordhorn unterlag der Italienerin Roberta Vinci nach 1:35 Stunden mit 5:7, 4:6, machte dreimal so viele unforced errors und schlug außerdem dreimal so viele Doppelfehler wie ihre Gegnerin.

Für Grönefeld, die seit drei Jahren vergebens versucht ihre 2006 erreichte Top-Form wieder zu erreichen, endete somit bereits das dritte Grand-Slam-Turnier nacheinander in der ersten Runde. In der Hauptrunde von Melbourne ist sie seit 2007 ohne Sieg.

Kerber selbstbewusst

Für eine Überraschung sorgte Angelique Kerber. Die Kielerin setzte sich 6:3, 6:3 gegen Olga Goworzowa aus Weißrussland durch, die in der Weltrangliste als Nummer 54 um 64 Plätze besser eingestuft ist.

In der zweiten Runde erwartet sie die an Nummer 26 gesetzte Französin Aravane Rezai, die im Doppel mit der Berlinerin Sabine Lisicki antritt. "Da kann ich mir wohl ein paar Tipps von Sabine holen", meinte die glückliche Kerber. Mutig und selbstbewusst ergänzte sie: "Die Auslosung scheint nicht so schlecht zu sein, die nächste Runde kann ich auch noch schaffen."

Malek und Wörle chancenlos, Barrois überzeugt

Tatjana Malek hatte mit ihrer ungestümen Herangehensweise gegen die an zehn gesetzte starke Defensivspielerin Agnieszka Radwanska aus Polen große Probleme. Malek schlug zwar mehr Winner als die zwei Jahre jüngere Polin, sammelte aber auch ganze 33 unforced errors und zog letztlich nach nur 52 Minuten mit 1:6, 0:6 deutlich den Kürzeren. Ähnlich schwer war auch die Aufgabe der Nonnenhornerin Kathrin Wörle. Sie musste sich Alona Bondarenko aus der Ukraine 2:6, 2:6 beugen.

Kristina Barrois steht bei den Australian Open hingegen in der zweiten Runde. Die 28-Jährige aus Bous setzte sich mit 6:0, 7:6 (8:6) gegen Akgul Amanmuradova aus Usbekistan durch. Nach prächtigem Beginn verlor die Weltranglisten-81. im zweiten Durchgang den Faden und musste hart kämpfen, um die drei Plätze schlechter notierte Usbekin in einem knappen Tiebreak schlagen zu können.

Als achte Deutsche startet Julia Görges gegen die Österreicherin Tamira Paszek erst am Mittwoch in das Turnier.