Ivanovic hadert mit frühem Aus
Tennis-Beauty Ana Ivanovic gibt weiter Rätsel auf. Zwei Jahre nach ihrem Einzug in das Finale der Australian Open musste sich die 22-Jährige Gisela Dulko in Melbourne bereits in der zweiten Runde 6:7, 7:5, 6:4 geschlagen geben. Mitfavoritin Venus Williams besiegte Sybille Bammer souverän 6:2, 7:5.
Die Enttäuschung über das frühzeitige Ausscheiden in Down Under stand Ana Ivanovic nach dem von zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten geprägten Tennis-Marathon über 2:42 Stunden sichtlich ins Gesicht geschrieben. Nach einem durchwachsenen Jahr, geprägt von Verletzungen und mangelndem Selbstvertrauen, startet die Serbin ohne Fortune in die neue Saison.
Die ungesetzte Gisela Dulko, die in ihrer Laufbahn im Melbourne Park nie über die zweite Runde hinauskam, machte ihrer Gegnerin das Leben von Beginn an schwer. Ivanovic lag im ersten Satz im Handumdrehen 1:4 zurück. Fortan stellte sie ihre Kämpfer-Qualitäten unter Beweis und entschied vier Spiele in Folge für sich. Dulko ließ sich ihrerseits nicht beirren, nutzte eine Schwächephase ihrer Konkurrentin und brachte den spannenden ersten Durchgang denkbar knapp mit 8:6 im Tiebreak nach Hause.
"Aussie Ana" kann Hoffnungen nicht erfüllen
Den Zuschauern in der "Margaret Court Arena" bot sich unter der gleißenden Sonne Australiens im zweiten Satz nahezu dasselbe Bild. Einziger Unterschied: Diesmal zog Ivanovic im Eiltempo davon, ehe Dulko nach einer Aufholjagd auf 5:6 herankam und den Durchgang schließlich mit einem Doppelfehler abgab.
Das Fehler-Festival nahm auch im entscheidenden dritten Satz seinen Verlauf. Dulko sah beim Stand von 5:2 bereits wie die sichere Siegerin aus, vergab jedoch zwei Matchbälle. Angefeuert von ihren zahlreichen Fans, die "Aussie Ana" noch einmal mit frenetischem Jubel anpeitschten, feierte Ivanovic mit der Abwehr von drei weiteren Matchbällen eine erneute Auferstehung, die allerdings nicht von langer Dauer sein sollte.
Wilander kritisiert Ivanovic
Dulko, die ihre Gegnerin im Verlauf der Partie mit einigen beeindruckenden Vorhandschlägen aus dem Konzept brachte, behielt die Nerven und feierte nach dem Triumph über Maria Scharapowa in der zweiten Runde von Wimbledon 2009 den größten Erfolg ihrer Laufbahn. In der dritten Runde trifft die Südamerikanerin auf die an Nummer neun gesetzte Vera Zvonareva.
Ivanovic haderte nach ihrem schwächsten Auftritt in Melbourne seit dem Jahr 2006 insbesondere mit ihrem Aufschlag. "Das Service war bestimmt ein Problem. Es gibt ein paar Dinge, an denen ich arbeite, der Aufschlag gehört dazu", gestand die Serbin ein. "Manchmal spiele ich ganz gut. Was fehlt, ist die Konstanz. Auch wenn es hart ist, ich muss mir und meinem Spiel noch ein wenig Zeit geben", erklärte Ivanovic. Eurosport-Experte Mats Wilander fand deutliche Worte für die magere Leistung der Australian-Open-Finalistin von 2008: "Ana muss sowohl im physischen als auch im mentalen Bereich an sich arbeiten, wenn sie weiterkommen will."
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Schwierigkeiten, welche den beiden Williams-Schwestern Venus und Serena in diesen Tagen fremd sind. Venus erwischte gegen Sybille Bammer zwar einen schwachen Start und lag mit 0:2 im Hintertreffen, doch die siebenfache Grand-Slam-Siegerin fand schnell zu ihrem Spiel und zwang die Österreicherin 6:2, 7:5 in die Knie. Serena machte mit Petra Kvitova kurzen Prozess. Die Weltranglisten-Erste besiegte die groß gewachsene Linkshänderin aus Teschiechen deutlich 6:2, 6:1.
Federer siegt im Eiltempo
Der "Fed-Express" kommt ins Rollen. Nach seinem mühsamen Vier-Satz-Sieg zum Auftakt gegen den Russen Igor Andrejew besiegte der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz in der zweiten Runde der Australian Open Victor Hanescu aus Rumänien in nur 99 Minuten mit 6:2, 6:3 und 6:2.
Bereits dreimal standen sich die Beiden schon gegenüber - dreimal ging der Sieg an Federer. Auch in diesem Spiel ließ der Weltranglisten-Erste dem Rumänen keine Chance. "Ich habe wirklich gut gespielt, habe mich gut bewegt", sagte Federer, der im vergangenen Jahr im Finale von Melbourne Rafael Nadal unterlag. " Ich bin mit mir zufrieden."
Starkes Aufschlagspiel
Vor allem in seinem Aufschlagspiel war er nicht zu stoppen. Nur ein Doppelfehler im gesamten Spiel und acht Asse sprechen eine deutliche Sprache. Hanescu nutzte keine seiner Breakchancen und servierte nicht stark genug. Federers Sieg war zu keiner Zeit in Gefahr.
In der dritten Runde trifft der Schweizer auf den 32. der Weltranglisten Albert Montanes aus Spanien, der den Franzosen Stephane Robert in fünf Sätzen mit 4:6, 6:7, 6:2, 6:3 und 6:2 besiegte.
