Australian Open 2010

Murray unbeirrt, Roddick top

Eurosport - Fr 22.Jan. 08:19:00 2010
Andy Murray aus Großbritannien steht im Achtelfinale der Australian Open. Der an Nummer fünf gesetzte Schotte bezwang Florent Serra aus Frankreich mit 7:5, 6:1, 6:4. Der US-Amerikaner Andy Roddick hat sein Match gegen Feliciano Lopez (Spanien) mit 6:7 (4:7) , 6:4, 6:4, 7:6 (7:3)gewonnen.

Jetzt trifft Roddick auf Fernando Gonzalez. Der Chilene warf Jewgeni Korolev aus Kasachstan in einem Fünf-Satz-Krimi mit 6:7 (5:7), 6:3, 1:6, 6:3, 6:4 aus dem Turnier.

Murray ließ sich auf seinem Weg, als erster Brite seit 74 Jahren wieder einen Grand-Slam-Titel zu holen, nicht beirren. Der 22-Jährige hatte nur im ersten Durchgang Probleme, als er eine schnelle 3:0-Führung noch hergab. Serra, der in den ersten beiden Turnier-Runden jeweils über fünf Sätze gehen musste, konnte dem kraftvollen Tennis Murrays in den Sätzen zwei und drei aber nichts entgegensetzen.

Keine Verunsicherung bei Roddick

Wimbledon-Finalist Roddick machte sich das Leben gegen Lopez zunächst selbst schwer. "Das einzige was zählt ist, dass ich diesen Spieltag überstanden habe", sagte er. Wer den immer etwas nervös wirkenden Amerikaner kennt, weiß, dass ein guter Start nicht unbedingt seine Stärke ist. So verunsicherte ihn der Satzverlust im Tiebreak des ersten Durchgangs auch nicht; und Schüttler-Bezwinger Lopez musste sich schließlich im zweiten Tiebreak geschlagen geben.

Roddick erwartet gegen Gonzalez "ein komplett anderes Match, aber ein verdammt gefährliches. Manchmal wirkt es zwar, als würde er Pingpong spielen. Aber meistens ist er unheimlich gefährlich. Der Return ist nicht so sehr das Problem, aber alles andere", erzählte Roddick, der im vergangenen November auf seine WM-Teilnahme verzichtet hatte, weil er sich überspielt und körperlich überfordert gefühlt hatte.

Henin stolpert, Clijsters fällt

Eurosport - Fr 22.Jan. 08:03:00 2010
Justine Henin ist mit ihrem 500. Karriere-Sieg ins Achtelfinale der Australian Open eingezogen. Die Ex-Weltranglistenerste besiegte Alisa Kleybanowa aus Russland 3:6, 6:4, 6:2. Im Gegensatz zu ihrer belgischen Landsfrau erlebte Kim Clijsters beim 0:6, 1:6 gegen die Russin Nadja Petrowa ihr Waterloo.

Qualifikantin Angelique Kerber ist nach einer bravourösen Leistung in der dritten Runde ausgeschieden. In der Nachtsitzung auf dem Center Court hatte die 22-Jährige die Russin Swetlana Kusnezowa am Rande einer Niederlage, musste sich schließlich aber mit 6:3, 5:7, 4:6 geschlagen geben. Obwohl ohne Trainer und Familie angereist, überzeugte die Weltranglisten-118. und feierte ihr bestes Ergebnis bei einem der vier Grand-Slam-Turniere. 47.600 Dollar Preisgeld waren der verdiente Lohn.

Petrowa hatte keinen Sinn für Sentimentalität als sie den belgischen Publikumsliebling in nicht einmal einer Stunde aus der Hisense Aren fegte. Nahezu fehlerfrei spielte die 27-jährige Moskauerin, die zuvor noch kein Match gegen Clijsters gewinnen konnte. Im gesamten ersten Satz holte Clijsters gerade einmal fünf Punkte - insgeseamt kam sie in den 52 Spielminuten auf 22 Zähler. Zum Vergleich: Petrowa verbuchte 52 Punkte. Erst im zehnten Spiel gelang der Rückkehrerin auf die WTA-Tour ihr einziger Spielgewinn, mit dem die junge Mutter zumindest die Höchststrafe abwenden konnte.

Keine Probleme hatte Dinara Safina. Die Russin warf Elena Baltacha aus Großbritannien mit einem lockeren 6:1, 6:2 aus dem Grand-Slam-Turnier. Sie trifft nun auf ihre Landsfrau und Maria-Scharapowa-Bezwingerin Maria Kirilenko (7:5, 7:6 (7:4) gegen Roberta Vinci aus Italien).

Henin hatte große Probleme mit der unangenehmen Kleybanowa. Insgesamt trat die Belgierin, die 2008 ihre Karriere eigentlich beendet, sich aber ebenso wie ihre Landsfrau Kim Clijsters zu einem Comeback entschlossen hatte, nicht so überzeugend wie zuletzt auf. In Runde vier bekommt es Henin mit der US-Open-Halbfinalistin Yanina Wickmayer (Belgien), die sich gegen die Italienerin Sara Errani mit 6:1, 6:7 (4:7), 6:3 durchsetzte, zu tun.

Vergebliche Mühe

Die zierliche Henin mühte sich zunächst vergeblich gegen die harten und präzisen Schläge der kräftigen Kleybanowa. Zwar hetzte sie wie ein Wirbelwind über den Hartplatz, doch immer wieder kam sie zu spät. Bis Mitte des zweiten Durchgangs änderte sich an diesem Bild wenig, doch dann legte die Rückkehrerin einen Zahn zu und kam mit großem Einsatz zum verdienten Erfolg.

"Ich bin froh, der Niederlage entkommen zu sein", sagte Justine Henin. "Es ist immer gut, auch solche Matches zu gewinnen, wenn man nach einem Comeback quasi aus dem Niemandsland kommt. Langsam aber sicher geht es immer besser." 2004 hatte sie das Grand-Slam-Turnier in Melbourne gewonnen - insgesamt holte sie sieben Titel bei den vier großen Major-Turnieren. Nur in Wimbledon konnte sie nie siegen.

Ausgeschieden ist hingegen Jelena Jankovic. Die Serbin unterlag Alona Bondarenko aus der Ukraine klar 2:6, 3:6. Die ehemalige Nummer eins der Welt enttäuschte bei der klaren Pleite auf der ganzen Linie.